Trainer

Jeff Tomlinson

Als Jeffery „Jeff“ Tomlinson im vergangenen Sommer seinen ersten Job als Cheftrainer annahm, hatte er Großes vor. Ein neues, modernes Spielsystem wollte der den DEG METRO STARS verpassen, attraktives, schnelles und offensives Eishockey spielen lassen. Wie das geht, hatte er bei seinem vorherigen Arbeitgeber, den Eisbären Berlin intensiv studieren können. Für die Hauptstädter war Tomlinson vor seinem Engagement in Düsseldorf als Co-Trainer tätig. Sein zweites Anliegen: Junge, talentierte und ambitionierte Spieler an die DEL heranführen. Auch diesbezüglich kann er auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Insgesamt fünf Jahre war er als Trainer für die Eisbären Juniors verantwortlich.

Dass sich Geduld Auszahlt, durften Fans und Verantwortliche der DEG in der letzten Saison erleben. Es brauchte eine ganze Weile, bis das „Torpedo-System“ des neuen Trainers in den Köpfen und den alltäglichen Bewegungsabläufen der Spieler angekommen war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten legte der achtmalige Deutsche Meister eine famose Saison aufs Eis, schoss die meisten Tore, gewann die meisten Heimspiele und beendete die Vorrunde auf Platz zwei.

Wenig verwunderlich also, dass die Fans begeistert von „Tommer“ sind. Unvergessen sind die Szenen, als er nach einem Heimsieg gegen die Augsburg Panther eine spontane Ehrenrunde auf einer Eismaschine hinlegte. Eines hat der akribisch arbeitende Kanadier aber noch nicht verändern können: Der Playoff-Fluch gegen die Eisbären Berlin konnte trotz härtester Anstrengungen nicht gebrochen werden. In diesem Sinne: Auf ein Neues, Jeff.

Stationen seiner Karriere:

Tomlinson, geboren am 23. April 1970 in Winnipeg, Manitoba, war als Eishockeyspieler seit 1992 in Deutschland aktiv. Seine erste Station in Europa war der Oberligist ETC Timmendorfer Strand. Weitere Clubs in Deutschland waren die Berlin Capitals und die Eisbären Berlin. Hier beendete der Linksschütze 2004 nach 125 DEL-Spielen (12 Tore, 23 Vorlagen) seine aktive Karriere und wechselte in den Trainerstab.

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