"Groundhog Day" beim Angstgegner

Stürmer Evan Kaufmann wusste auf die Frage nach dem Spielfilm "Und täglich grüßt das Murmeltier" sofort den englischen Titel. Die Spieler der METRO STARS und die etwa 30 mit nach Bayern gereisten Fans dürften sich wie die von Bill Murray gespielte Hauptperson gefühlt haben - wieder eine Niederlage in Ingolstadt, doch diesmal wehrte sich die DEG besser als beim ersten Aufeinandertreffen zu Saisonbeginn und verlor mit 2:3 (0:0; 1:1; 1:1; 0:1) nach Verlängerung.


Ingolstadts Bob Wren zwischen Marian Bazany und Korbinian Holzer
Bild: ISPFD

In einem intensiven und spannenden Match hatten die beiden Torhüter einen Sahnetag erwischt und verhinderten viele Chancen der gegnerischen Teams. Sowohl Ingolstadts Dimitri Pätzold als auch sein Düsseldorfer Pendant Jean-Sebastien "JS" Aubin bekamen jeweils mehr als 30 Schüsse auf ihren Kasten.


Pass von Patrick Traverse auf Mark Murphy und ...
Bild: Detlef Ross

Der erste Treffer in dieser Partie gelang jedoch nicht der DEG, sondern in der 30. Spielminute den Gastgebenden Panthern - während der Ex-Ingolstädter Jason Holland auf der Sünderbank brummte, stellte sein ehemaliger Teamkollege Prestin Ryan auf 0:1. Den verdienten Ausgleich zum 1:1 erzielten die METRO STARS dann 62 Sekunden vor der zweiten Sirene - Verteidiger Patrick Traverse legte auf Mark Murphy ab und der musste den Puck nur noch in die Panther-Maschen heben.


... der netzt zum 1:1 ein.
Bild: ISPFD

Im Schlussabschnitt gingen dann die Hausherren erneut in Führung, als Joe Motzko mit seinem Mordsschuss die Düsseldorfer Maschen zum 1:2 malträtierte (47.), stellten sich die Panther-Fans schon auf Eis-Rock'n'Roll ein. Fuhr der DEG-Fahrstuhl damit schon in Richtung Niederlage? Nein! Ryan Caldwell konterte mit einem Kracher, der für den bis dato starken Pätzold nicht zu parieren war (51.) - Ausgleich zum 2:2.

In der Verlängerung beendete Thomas Greilinger bei der DEG alle Hoffnungen auf einen zweiten Punkt und sorgte bei Fehlerproduzent für ein Trauma. "Ich bin fix und fertig. Das sah bestimmt nicht gut aus, aber der Puck hat komisch aufgesetzt", sagte Brandon Reid kopfschüttelnd und war mit Sicherheit der traurigste Profi, der in den Bus kletterte - für die DEG wieder ein Déjà-vu Erlebnis der unangenehmen Art oder wie Freddie Frinton im Sylvester-Klassiker "Der 90. Geburtstag" bald wieder fragen wird: "Same procedure as last year…?".


Ryan Caldwell nimmt die Glückwünsche für sein 2:2 entgegen
Bild: Detlef Ross

"Beide Mannschaften haben kämpferisch, taktisch und läuferisch in einem harten aber fairen Spiel alles gebracht. Schade, dass wir gleich im ersten Wechsel der Verlängerung den entscheidenden Fehler machten", meinte Düsseldorfs Trainer Harold Kreis zur Niederlage. "Wir waren besonders im ersten Drittel im ausnutzen der Torchancen nicht effizient genug."

Am Sonntag können sich die DEG METRO STARS bei den Hamburg Freezers für die Niederlage an der Waterkant im November revanchieren. Kapitän Daniel Kreutzer verspricht: "Wir werden gewinnen!" Das erste Bully in dieser Begegnung findet wegen der TV-Übertragung bereits um 14:30 Uhr statt.

(Rd)




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