Trotz Auftaktniederlage: Noch ist nichts verloren

Wie im Viertel- und Halbfinale: Die DEG METRO STARS sind mit einer Niederlage in die Endspielserie gestartet. Die Düsseldorfer unterlagen bei den Eisbären Berlin mit 2:3 (0:2; 2:1, 0:0). Aber: wie im Viertel- und Halbfinale ist noch Gelegenheit, zurückzuschlagen und das Finale zu gewinnen. Am besten schon am kommenden Samstag um 17.30 Uhr im ISS DOME. 

Gewohnter Auftakt

Es war wie immer. Zwar gehörte die erste Chance den Gästen, aber diese Overtüre konnte den gewohnten Play-off-Ablauf nicht stören. Nach nur (oder erst?) 77 Sekunden der übliche Rückstand. Ustorf umkurvte den Kasten, neben dem Storr und in dem Cladwell lag und schob aufreizend locker zur Eisbären-Führung ein. Wirklich schockte das die Rot-Gelben nicht, warum auch, man hat darin ja eine gewisse Übung. Ratchuk scheiterte an Zepp, auf der Gegenseite Storr gut gegen Ustorf. Nach 12.07 die erste Strafe des Spiels gegen Felski. Die Düsseldorfer sogleich in gefährlicher Position, mehr als eine Minute können sie sich im Angriffsdrittel festsetzen. Reid und Courchaine mit guten Gelegenheiten, Zepp aber reaktionsschnell und sicher. Leider nur wenig später das 0:2. Nach einem  rätselhaften Zusammenspiel von Storr und Ramsay liegt die Scheibe plötzlich frei und Nathan Robinson verwandelt (15.17). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Die DEG METRO STARS lagen zurück. Warum eigentlich?

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Daniel Kreutzer im Zweikampf mit Mark Beaufait
Alle Bilder: City Press

Anschluss geschafft!

Auch im zweiten Abschnitt die Hannover-Bezwinger mit den üblichen drei Sturmreihen. Zu Beginn musste der achtmalige Deutsche Meister eine Collins-Strafe überstehen, was er auch kampfstark tat. Bei 22.12 dann plötzlich der Anschlusstreffer! Courchaine zog kurzerhand ab und traf genau zwischen Zepps-Schlittschuhe (Assist Joseph). Danach wütende Eisbären-Attacken, die erste Meister-Reihe mit Robinson, Beaufait und Rankel hatte binnen weniger Sekunden gute Einschussgelegenheiten. Doch die Hausherren brauchten eine Überzahl zum 3:1. Der ewige Richie Regehr knallte einen satten Schlagschuss an Reimer und Storr vorbei ins linke Eck (25.39). Ärgerlich: Kaufmann hatte bei einem Break kurz zuvor den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein zu uneigenütziger Pass wurde abgeblockt. Doch die DEG steckte nicht auf. Bei eigener Überzahl erneut ein gefährliches Powerplay, Harrington und  Collins scheitern noch, aber dann trifft Joseph im Nachschuss zum 2:3. Danach mussten die Gäste einige Minuten in Unterzahl überstehen, davon elf Sekunden sogar mit 3 gegen 5, aber bis zur - auch in Berlin lauten - Sirene blieb es beim knappen Ein-Tore-Rückstand.


Patrick Reimer vor dem Berliner Tor

Reid vergibt

Zu Beginn des Schlusdrittels die Rot-Gelben 53 Sekunden in doppelter Überzahl. Welche Chance zum Ausgleich, zum Glück, doch ein Treffer will auch hier nicht fallen, ohne das die Sturmformationen wirklich enttäuscht hätten. Die größte Ausgleichschance hatte jedoch Brandon Reid, der bei eigener Unterzahl gegenspielerallein auf Zepp zulief, diesen auch schön ausguckte, aber dann halbhoch am Tor vorbeizog. Auch Courchaine scheiterte wenig später nach schönem Konter über Reid. 2x schade! Danach zerrannen die Minunten viel zu schnell. Die DEG METRO STARS ebenbürtig, Berlin nur noch selten gefährlich. 57, 58, 59 aus und Ende.


Daniel Kreutzer wieder im Zweikampf - diesmal mit Andy Roach

"Die haben alle diese Play-off-Spiele gespielt und hatten nur einen Tag Pause. Wir haben sie unterschätzt. Wir denken, daß sie die schnellste Mannschaft in der Liga sind. Düsseldorf hat die Puckverluste erzwungen und wir müssen im Angriff mit dem Puck bessere Sachen machen," zollte der Eisbären Coach Don Jackson den Düsseldorfern Respekt. "Düsseldorf ist in den Play-offs zu Hause gut zurecht gekommen. Darauf müssen wir achten. Wir müssen einfacher spielen und sehr konzentriert in der Defensive sein, einfacher in der Offensive und dann werden wir treffen. Wir müssen intelligentere Dinge mit dem Puck tun und wir müssen härter spielen," so Jackson weiter.

DEG-Cheftrainer Harold Kreis war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden:

Verteidiger Korbinian Holzer blickt optimistisch auf Spiel Zwei:

Fazit: Die Eisbären Berlin waren in keinem Fall ein übermächtiger Gegner. Mit etwas mehr Schussglück wäre ein Sieg drin gewesen. Kopf hoch, mal wieder abhaken und Samstag gewinnen. Denn auch wir haben noch lange nicht genug!

(FF / Rd)




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